„my heart’s in my hand, and my hand is pierced, and my hand’s in the bag, and the bag is shut, and my heart is caught“

Nach Stationen in Köln und New York ist die Installation des britischen Künstlers Phil Collins mit dem schönen Titel „my heart’s in my hand, and my hand is pierced, and my hand’s in the bag, and the bag is shut, and my heart is caught“ ab dem 18. März übrigens wieder im HAU – Hebbel am Ufer zu sehen. bartmann berlin hat in Zusammenarbeit mit Florian Stirnemann die Hörkabinen gebaut.

Der Eintritt ist frei, also kommt vorbei!

 

Über das Projekt:

Nach Stationen in Köln und New York ist Phil Collins’ Installation nun in Berlin zu sehen. Der britische Künstler arbeitete dafür mit Gästen von GULLIVER, der Kölner Überlebensstation für Obdachlose. Vor Ort installierte er ein kostenloses Telefon. Die so aufgezeichneten Gespräche wurden anschließend anonymisiert an verschiedene Musiker, darunter Scritti Politti und Julia Hummer, geschickt. Den Besuchern der Installation werden sowohl die Gespräche der Obdachlosen als auch die darauf basierenden Songs auf 7″ Vinylschallplatten in speziell entworfenen Hörkabinen präsentiert.

Das Pro­jekt bein­hal­tet Beiträge von namhaften Kün­stlern wie Scrit­ti Polit­ti, David Syl­vian, Læti­tia Sadi­er und Da­mon & Nao­mi, weg­weisende ex­per­i­men­telle und In­die-Acts (Demdike Stare, Plan­n­ing­torock, Maria Min­er­va, Heroin In Tahi­ti, Pye Corn­er Au­dio, Peak­ing Lights), lokale Berühmtheit­en un­ter­schiedlich­er Gen­er­a­tio­nen (Elek­tronische Musik aus: Köln, Plu­ra­mon, Cologne Tape) und als Spe­cial Guest der deutsche Su­per­s­tar Ju­lia Hum­mer.

my heart’s in my hand, and my hand is pierced, and my hand’s in the bag, and the bag is shut, and my heart is caught ist der kopf­sprun­gartige Abriss ein­er Stadt und ihr­er zah­l­losen unge­hörten Geschicht­en und Facet­ten des Lebens, die täglich über­hört wer­den. Seitdem er in den 1990er Jahren für ein Obdachlosenmagazin arbeitete, interessiert sich Collins für die Probleme dieser Communities. In der Installation dreht sich alles um die menschliche Stimme, die Phil Collins mal lyrisch, mal erzählerisch einsetzt und die für all jene Menschen auf den Straßen der Stadt einsteht, die bewusst ignoriert oder schlicht nicht bemerkt werden. Er dramatisiert den Augenblick des Austausches zu einer intimen und ambivalenten Begegnung. Die Arbeit entstand im Rahmen der Einzelausstellung “In Every Dream Home A Hearache“, die 2013 im Kölner Museum Ludwig zu sehen war.

Am 05. Januar 2001 ist mit der Überlebensstation GULLIVER ein Standort für die Unterstützung obdachloser Menschen gewählt worden, der in unmittelbarer Nähe zum Kölner Hauptbahnhof, dem Rheinufer und der Altstadt liegt. GULLIVER bietet als erste modellhafte Einrichtung seiner Art in Deutschland für seine Gäste ein Angebot, dass sich durch ausgedehnte Öffnungszeiten vom frühen Morgen bis zum späten Abend und an den Wochenenden auszeichnet. Um das Überleben im Freien zu sichern, bietet GULLIVER u.a. folgende Angebote zur physischen und psychischen Versorgung: körperliche Hygiene (Duschen, Toiletten etc.), Tagesschlafraum, Waschmaschine und Trockner,   Kleiderkammer, Friseurangebot, Akkuladestation, z.B. für Mobiltelefone, postalische Erreichbarkeitsadressen, Frühstück und Abendessen, diverse kleine Mahlzeiten im Cafébereich,    Info-/Jobbörse und Internetnutzung an zwei PC´s, Beratungs- und Gruppenangebote und regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen und Kulturangebote.

http://bit.ly/1CGbNWz